Buch "Religionen in Hannover"

Hannover hat sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant verändert.

Zu den rund 150 christlichen Kirchen sind mehr als zwanzig Moscheen,

zwei alevitische Zentren, drei Synagogen, zwei Hindutempel, sechs buddhistische

Zentren und  viele weitere Orte religiösen Lebens hinzugekommen. Sie machen

Hannover  -früher durch und durch ev.-lutherisch-  zu einer multireligiösen Stadt.

Das von der Dr.Buhmann Stiftung erheblich geförderte Buch "Religionen in Hannover"

wurde vom Haus der Religionen herausgegeben und enthält grundlegende

Informationen, Adressen und Kontaktdaten. Es erzählt vor allem Geschichten.

Es lässt Männer und Frauen zu Wort kommen, die mit ihrem Engagement

die Gemeinschaften tragen und miteinander ins Gespräch bringen.

Zu bestellen unter:  ISBN 978-3-00-053440-9

Musiktournee in Sachsen

Gerade im Bundesland Sachsen ist die Förderung des Verständnisses

zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft ganz besonders

nötig. An diesem Ziel arbeitet die international besetzte Band 

"Banda Internationale". Sie tourte mit zehn Auftritten durch die sächsische

Provinz und trat bei verschiedensten Begegnungsveranstaltungen im öffentlichen Raum oder in Camps und Erstaufnahmeeinrichtungen in der näheren und weiteren

Umgebung Dresdens. Wir freuen uns, dieses Vorhaben gefördert zu haben.  

Interreligiöser Kalender

Das "Neue Potsdamer Toleranzedikt" engagiert sich für eine weltoffene

Gesellschaft. Unter Anderem wird ein  "interreligiöser Kalender" erstellt,

der die Fest- Feier- und Gedenktage der großen Religionen aufführt und in

einer Auflage von 8000 Exemplaren verteilt wird.

Auch die Buhmann-Stiftung konnte dieses Projekt unterstützen.

Lange Nacht der Begegnung 2016

Auch im Jahr 2016 organisierte die Buhmann-Stiftung ein öffentliches Fastenbrechen,ein  "Ramadanzelt", eine "Lange Nacht der Begegnung".

Wie bereits in den drei Vorjahren wurden Hannovers Muslime Angehörige

jeglicher Glaubensrichtung zu ihrem Fastenbrechen eingeladen.

Rund 900 Schiiten und Sunniten,Katholiken,Protestanten,Juden,Buddhisten und viele andere übten den Schulterschluss um sich näher zu kommen, um sich auf gemeinsame Werte zu besinnen. Die Grußworte wurden gesprochen von

Klaus-Dieter Scholz, Bürgermeister der Stadt Hannover, Stadtsuperintendent

Hans-Martin Heinemann, Regionaldechant Propst Martin Tenge und Rabbiner

Gabor Lengiyel. Alle äusserten sich begeistert über die einmalige Atmospähre,

aller erhielten für ihre Beiträge viel Beifall. Die Veranstaltung wurde getragen von rund 50 jungen hannoverschen Muslimen aus acht Nationen, die die Gäste betreuten.

Woche der Brüderlichkeit

Die bundesweite Woche der Brüderlichkeit , veranstaltet von der

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, wurde mit einem

Festakt im Theater am Aegi eröffnet. Zu den Ehrengästen und

Festrednern gehörten Bundespräsident Gauck, Ministerpräsident Weil,

Oberbürgermeister Schostok und die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann.

Auch Repräsentanten der Buhmann-Stiftung waren eingeladen.

Im Sinne der interreligiösen Verständigung war es ganz besonders erfreulich,

dass sowohl der Bundespräsident, als auch der Oberbürgermeister in ihren Ansprachen dem Wunsch nach einer Einbeziehung der Muslime Ausdruck gaben.

Von der Moderatorin, Tagesthemen-Moderatorin Gundula Gause nach Projekten

der Stadt Hannover im christlich-jüdisch-muslimischen Austausch befragt,

nannte der Oberbürgermeister ausdrücklich unsere Veranstaltung, die

"Lange Nacht der Begegnung". Er bezeichnete dieses öffentliche Fastenbrechen

als ganz besonders herausragend und vorbildlich.

Das freut uns außerordentlich.

PREIS FÜR  "RELIGIONEN ENTDECKEN"

Das von der Buhmann-Stiftung geförderte Internet-Forum

"Religionen entdecken" gewann den 2.Platz des Kinder-Online-Preises

des Mitteldeutschen Rundfunks. Die Preisverleihung wird am 20.März

im Rahmen der Leipziger Buchmesse stattfinden.

Wir gratulieren ganz herzlich Jane Baer-Krause und Barbara Wolf-Krause

und ihrem Team. Die prämierte Seite ist einzusehen unter

www.religionen-entdecken.de

Abrahamische Teams

Der "Interkulturelle Rat in Deutschland e.V." ist ein Zusammenschluss von 45 Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Lebensbereichen, die sich um den Abbau von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sowie für ein friedliches interkuklturelles Miteinander einsetzen.Mit den "Abramischen Teams" hat der Interkulturelle Rat ein

Instrument entwickelt,das bei den gemeinsamen Grundlagen der abrahamischen Religionen, also der Juden,Christen und Muslime, ansetzt. Die aus Angehörigen dieser drei Religionen zusammengesetzten Teams gehen gemeinsam in Schulen und ausserschulische Bildungseinrichtungen und informieren über die Aussagen ihrer Religionen zu Fragen des Glaubens und des Zusammenlebens.

Auch für dieses Jahr finanziert die Buhmann-Stiftung diese wichtige Arbeit.

Einladung israelischer Jugendlicher

Zum zweiten Mal nach 37 Jahren wird die  "Woche der Brüderlichkeit" wieder

in Hannover ausgerichtet.Der Rahmen wird alljährlich von jüdisch-christlichen

Gesellschaften organisiert. Gerade die Verständigung unter Jugendlichen ist

von ganz besonderer Wichtigkeit, sodass mit der Unterstützung der Buhmann-Stiftung einer israelischen Schulklasse die Teilnahme ermöglicht werden konnte. Das Besondere daran ist, dass an der Partnerschule am nördlichen Rand der Negev-Wüste

sowohl Juden als auch Moslems unterrichtet werden.

Garten der Religionen in Karlsruhe

Anfang 2011 wurde ein Ideenwettbewerb zum 300.Stadtjubiläum der Stadt

Karlsruhe ausgerufen.Unter den ca.400 eingereichten Ideen gewann das Projekt "Garten der Religionen für Karlsruhe" den Publikumspreis und somit den Ideenwettbewerb. Angehörige der in der Stadt vertretenen Religionsgemeinschaften werden inmitten eines Cityparks mithilfe von Landschaftsarchitekten eine 40qm große kreisrunde Fläche so gestalten, dass ein Garten entstehen wird, der dem friedlichen

Zusammenleben und dem gegenseitigen Respekt von Karlsruhern unterschiedlicher

kultureller/religiöser Prägung dienen wird. Unsere Stiftung unterstützte dieses Projekt.

Dialog im Radio

Es ist eine häufig praktizierte Unsitte, über andere Menschen zu reden und nicht

mit ihnen. "Radio Tonkuhle" nahm sich vor dies zu ändern und entwickelte

mithilfe der Buhmann-Stiftung Radiosendungen, um Muslime und Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen in einen Dialog miteinader zu bringen. Die Radio-Beiträge werden begleitet von einer Fotoausstellung mit künstlerisch dokumentierten Fotoreihen und einer CD, die als nachhaltiges Schulmaterial verwendet werden soll.

Interkultureller Abend

Eindrücke vom Interkulturellen Abend am 14.10.2015

Unter dem Titel "Ohne Mauern schwebt die Schwalbe", einem Gedichtzitat

von Fuad Rifka, veranstaltete die Dr.Buhmann Stiftung einen interkulturellen

Abend im hannoverschen Leibnizhaus. In Zusammenarbeit mit dem Verein

"Convivio Mundi" hörten ca. 50 Besucher Musik und Poesie aus Orient und Okzident.

Das musikalische Programm gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Die Pianistin Elena Chekanova und Robert Kusiolek (Akkordeon) spielten Stücke von Erik Sartie, Hermero Pascoal und dem Israeli Naomi Shemer. Die gebürtige Iranerin Noushin Meriki spielte virtuos auf der Santur, einem traditionellen Saiteninstrument mit 72 Saiten.

Sie wurde begleitet von Omid Bahadori, der auf beeindruckende Weise mehrere orientalische Instrumente, darunter die Kelchtrommel, vorstellte und traditionelle persische Weisen und moderne Kompositionen miteinander verband.

Zu der vorgetragenen Poesie gehörten Werke des jüdischen, arabischen und christlichen Kulturkreises, darunter Dichtungen von Selma Meerbaum-Eisinger, Mahmud Darwisch, Mascha Kaleko, Erich Fried und Rainer Maria Rilke.

Auch Verse von Fuad Rifka und Hugo von Hoffmanstal wurden vorgetragen.

Eine Akkordeon-Interpretation von Johann Sebastian Bachs "Arioso"

fand stürmischen Beifall. Mitglieder des Vereins "Convivio Mundi" und der Buhmann

Stiftung rezitierten Gedichte teilweise sowohl in deutscher, als auch in arabischer Sprache, was von einem international zusammengesetzten Publikum freundlich

aufgenommen wurde. Ganz besondere Gäste waren zwei Überlebende der Shoa, Salomon Finkelstein und Henry Korman, die vom Vorsitzenden der Stiftung, Herrn Christian Buhmann, besonders herzlich begrüßt wurden. Er betonte dabei, wie wichtig

es ist, dass Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit immer wieder aufeinander zugehen und sich kulturell austauschen.

Einweihung einer neuen Tora-Rolle

Es ist erfreulich, dass viele neue Gemeindemitglieder die jüdischen Gemeinden

in Deutschland bereichern. Die unabhängige Synagogengemeinde Berlin weihte kürzlich eine neue Tora-Rolle ein. Die Buhmann-Stiftung begrüßt ganz besonders, dass zu diesem feierlichen Akt Gläubige und Repräsentanten diverser Religionsgemeinschaften eingeladen waren und sich die Gemeinde diesbezüglich eines

sehr aktiven Netzwerles erfreut. Daher unterstützte die Stiftung dieses Projekt.

Lange Nacht der Begegnung 2015

Am 25. und 26.Juli kamen auf dem hannoverschen Georgsplatz jeweils rund 400 Muslime,Juden, Christen und Angehörige weiterer Religionsgemeinschaften

zusammen, um sich anlässlich des Fastenbrechens im Ramadan auf gemeinsame Werte zu besinnen. Grußworte sprachen der Obermürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostok, die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Frau Doris Schröder-Köpf, ausserdem der Regionaldechant der katholischen Kirche Propst

Martin Tenge, der stellv.Stadtsuperintendent der evangelischen Kirche Thomas Höflich und Frau Brik, Vorstandsmitglied der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover.

Zu den Ehrengästen gehörten ausserdem die Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack

und der Landtagsabgeordnete Belit Önay.  Unter dem Titel  "Hannovers Muslime laden ein" waren es sowohl schiitische als auch sunnitische Muslime acht

verschiedener Nationalitäten, die das Fastenbrechen gemeinsam mit der Buhmann-

Stiftung organisiert hatten und genauso bunt gemischt war auch das Publikum. Oberbürgermeister Schostok dankte der Buhmann-Stiftung für ihr Engagement und hob hervor, daß diese Veranstaltung schon zu einer hannoverschen Tradition geworden sei.

Unterstützt wurde die  "Lange Nacht der Begegnung" auch vom Stadtbezirksrat

Hannover-Mitte und vom "Gesellschaftsfonds Zusammenleben".

Christlich-Muslimische  "Tea-Time"

An ausreichenden Kontakten zwischen muslimischen und nicht-muslimischen Nachbarn hapert es allerorten. Das hat auch die  "Muslimische Jugend Deutschland e.V."  erkannt und hat in 40 deutschen Städten ein Projekt aus die Beine gestellt, das unter dem Namen "Tea Time" für Abhilfe sorgen soll. Über 1000 Jugendliche werden geschult, um als Multiplikatoren Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, soziale Netzwerke einzubinden und weitere Aktivisten zu gewinnen, um schließlich insgesamt

rund 5000 Begegnungen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen zu organisieren.

Sprachkurse für Asylbewerber

Im Burgdorfer Mehrgenerationenhaus e.V. engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche

für das Thema Integrationsarbeit. Der wöchentliche offene  "Treff international" ist gleichermaßen Anlaufstelle für Orientierung und Hilfe Suchende wie für engagierte Personen. Die gegenwärtige Flüchtlingsproblematik stellt das Mehrgenerationenhaus vor ganz besondere Herausforderungen. Die Buhmann-Stiftung unterstützt ein mehrjähriges Projekt, in dem Ehrenamtliche Deutschkurse für Asylbewerber anbieten.

Muslime in der Synagoge

Tasnim El Naggar schloss ihr Studium der Politikwissenschaften mit dem

"Master" ab, Hafssa El Bouhamouchi errang den Bachelor-Abschluß in Islamwissenschaft/Arabistik und Geschichte. Beiden ist daran gelegen, zu einem stärkeren Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Zugehörigkeit

beizutragen. In Zusammenarbeit mit der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und dem Landesverband der Muslime in Niedersachsen (Schura) werden nun Besuche von Juden in der Moschee und Muslimen in der Synagoge organisiert. Das von der Buhmann-Stiftung geförderte Projekt konnte zu einem besseren Verhältnis zwischen hannoverschen Juden und Muslimen beitragen.